Imatra – Jugendstilarchitektur, Vuoksi und Saimaa-Ufer
Imatra

Imatra liegt am Vuoksi-Fluss, der den Saimaa mit dem Ladogasee verbindet, und gilt als einer der Ursprungsorte des finnischen Reisens. Schon im 18. Jahrhundert zog es Adelige aus St. Petersburg hierher, um die eindrucksvollen Imatrankoski-Stromschnellen zu sehen. Auch Kaiserin Katharina die Große gehörte zu den Gästen. Ihr Besuch im Jahr 1772 gilt als wichtiger Moment in der Geschichte Imatras als Reiseziel.
Vuoksi und Imatra im finnischen Nationalepos
Im 19. Jahrhundert wuchs das Interesse an Imatra weiter. Noch heute zeugen eingeritzte Initialen in den Felsen entlang des Vuoksi von den frühen Besucherinnen und Besuchern. Die Imatrankoski-Stromschnellen faszinierten nicht nur Reisende aus nah und fern, sondern auch zahlreiche Künstlerinnen und Künstler, die versuchten, ihre Kraft und Schönheit in Gemälden festzuhalten. Auch im finnischen Nationalepos Kalevala, das 1835 veröffentlicht wurde, findet Imatra Erwähnung.
Heute wird Imatrankoski zur Stromerzeugung genutzt. In den Sommermonaten werden die Schleusen jedoch zu bestimmten Zeiten geöffnet. Bei diesen besonderen Vorführungen füllen die tosenden Stromschnellen erneut das Flussbett, begleitet von Musik, oft von Jean Sibelius’ Finlandia. So lässt sich die eindrucksvolle Kraft des Wassers auf ganz besondere Weise erleben.
Direkt neben den Stromschnellen liegt Kruununpuisto, Finnlands erstes Naturschutzgebiet. Hier sind noch Spuren der Eiszeit zu sehen, darunter beeindruckende Gletschermühlen.
Der Vuoksi prägt bis heute das Stadtbild von Imatra. Seine fischreichen Gewässer werden seit Jahrhunderten genutzt. Auch der Saimaa-See liegt nur wenige Schritte vom Stadtzentrum entfernt und bietet gute Möglichkeiten zum Angeln.


Übernachten mit Geschichte
Das Imatran Valtionhotelli wurde 1903 erbaut und später zum schönsten Gebäude Finnlands gewählt. Es ist das einzige Jugendstil-Schloss in den nordischen Ländern, das von Anfang an als Hotel geplant wurde und ein Ort, an dem Architektur, Geschichte und Atmosphäre bis heute spürbar sind.
Auch rund um Imatra erzählen mehrere Herrenhäuser von der Vergangenheit der Stadt. Einst von Fabrikarbeitern für ihre Familien erbaut, öffnen viele von ihnen heute ihre Türen für Gäste. Sie bieten besondere Orte zum Übernachten und Feiern, für Reisende ebenso wie für Einheimische.
Imatra: Aktiv, kulturell, vielseitig
Am Ufer des Saimaa liegen der Hafen von Imatra, ein Spa und das Gebiet Ukonlinna, ein beliebter Ausgangspunkt für aktive Tage. Viele sportliche Angebote findet man in Ukonrauha, wo Trainingsmöglichkeiten das ganze Jahr über zur Verfügung stehen. Auch verschiedene Sportveranstaltungen finden regelmäßig in der Region statt.
Für Wintersportbegeisterte beginnt die Saison in Ukonrauha oft schon im Oktober. Dann wird bereits die erste Loipe eröffnet, die aus Schnee des vergangenen Winters angelegt wird und sowohl von Leistungssportlern als auch von Freizeitsportlern genutzt werden kann. Eine der bekanntesten Veranstaltungen ist das Imatranajo, Finnlands einziges Straßenrennen für Motorräder, das Teilnehmende aus aller Welt nach Imatra bringt.
Auch kulturell hat Imatra viel zu bieten. Theateraufführungen, Konzerte, Festivals, Tanzveranstaltungen und wechselnde Ausstellungen prägen das Kulturleben der Stadt. Mehrere Museen geben zudem Einblicke in die Geschichte der Region und ihre Entwicklung.

Imatra zum verlieben
Imatra – die Stadt der Vuoksi-Stromschnellen
Imatra liegt im Südosten Finnlands und am südlichen Ufer des Saimaa-Sees.
Imatra ist auf verschiedene Weise leicht zu erreichen – mit dem Auto über die E18 von Helsinki und Lappeenranta, bequem mit dem Zug aus dem Großraum Helsinki und anderen Teilen Südostfinnlands sowie mit dem Bus aus verschiedenen Teilen Südkareliens. Bootsfahrer können direkt über die Saimaa-Wasserstraßen zum Hafen der Stadt gelangen.







